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Chancen für Entspannung?

Osteuropa-Korrespondent Reinhard Lauterbach referierte zur aktuellen Lage in der Ukraine.

Nach Ansicht des Osteuropa-Korrespondenten und Autor des Buches „Bürgerkrieg in der Ukraine“ Rainer Lauterbach stehen die Chancen für eine Entspannung im Ukraine-Konflikt derzeit schlecht.Es fehle am Willen der Beteiligten.

Am vergangenen Montag hielt Herr Lauterbach einen zweieinhalb stündigen Vortrag über Geschichte und Hintergründe des Ukraine-Konflikts vor 40 Interessierten im Conversationshaus.

Eingeladen hatte der grüne norderneyer Ortsverband und wie der Sprecher Michael Kollmann betonte, ging es den GRÜNEN u. a. darum, Meinungsvielfalt zu präsentieren.

Lauterbach stellte das russische Vorgehen vor den Hintergrund einer im Grunde seit 1991 andauernden Expansion des Westens in Richtung Russlands. Zweimal habe die NATO neue Mitglieder aufgenommen, zweimal die EU. Hinter dieser Expansionspolitik sah der Referent die USA, die sich die Vorherrschaft auf dem eurasischen Kontinent sichern wollten. Russland sei nicht das einzige Land, das „in Einflusszonen denke“, wie es die Kanzlerin Präsident Wladimir Putin vorgeworfen habe.

Den Machtwechsel in der Ukraine im Februar dieses Jahres sah Lauterbach als Ausdruck von legitimer Kritik an Korruption und fehlender Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine. Andererseits sei die Bewegung unter den Einfluss rechter und rechtsradikaler Gruppen geraten. Er schilderte aus eigenem Erleben, wie im Februar dieses Jahres Nazisymbolik auf dem Maidan in Kiew dominiert habe.

Wie Lauterbach sagte, hat der Bürgerkrieg im Donbass die Spaltung des Landes vorerst besiegelt. Um sie aufzuheben, wäre viel guter Wille auf beiden Seiten erforderlich.Russland wolle die Ostukraine nicht annektieren, weil ihm das wirtschaftlich und strategisch nichts bringe. Es wolle aber auch nicht hinnehmen, dass die Ukraine der NATO beitrete.

Eine Neutralität für die Ukraine wäre eine theoretisch denkbare Lösung, aber es fehle im Augenblick an politischen Akteuren, die dieses Ziel unterstützten.

 

Die USA setzten auf Konfrontation, die EU und Deutschland seien in der eigenen Eskalations- und Sanktionsrhetorik gefangen. Deshalb deuteten im Augenblick die Zeichen eher auf eine weitere Verschärfung des Ukraine-Konflikts.

In der anschließenden lebhaften Diskussion stand Herr Lauterbach Rede und Antwort.

 

 

 

 

Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Norderney